Nürnberger Corona-Hilfe für Afrika: CECUP unterstützt Menschen in Ruanda und Sambia

Seit 2013 unterstützt CECUP e.V. Projekte in der Friedens- und Bildungsarbeit in Afrika. Jetzt stellt der Verein Sondermittel für Menschen in Ruanda und Sambia zur Verfügung, die unter den Folgen der Corona-Pandemie besonders zu leiden haben. Mit zunächst 5.000 € sollen unter anderem Nahrungsmittel und Hygieneartikel für besonders von der Pandemie Betroffene finanziert werden.

Corona ist längst in Afrika angekommen, fast alle der 55 Länder des Kontinents kämpfen mit der Pandemie. Manche Staaten haben bereits sehr früh und sehr rigoros reagiert. Wie beispielsweise Ruanda, das als erstes afrikanische Land schon am 20. März einen landesweiten Lockdown verhängt hat. Diese klare Haltung schlägt sich positiv in bislang niedrigen Zahlen von Infizierten und Toten nieder. Sie hat aber auch ihre Kehrseite, unter der vor allem die Ärmsten der Armen leiden. Denn durch die oft mit harter Hand durchgesetzten Einschränkungen haben gerade diese Menschen keine Möglichkeit mehr, ihren täglichen Lebensunterhalt zu verdienen. Sie sind buchstäblich vom Verhungern bedroht. Deshalb hat der Nürnberger Verein CECUP, der sich der Friedens- und Bildungsarbeit in Afrika verschrieben hat, eine Hilfsaktion gestartet.

„Bars, Restaurants, Straßenverkaufsstände, Imbissbuden – all das ist seit Wochen geschlossen. Die Menschen dürfen sich nicht mehr im Freien aufhalten, schon gar nicht mehr Waren anbieten oder Obst oder Gemüse verkaufen“, so berichtet Foster Hanzala, Kontaktperson des Vereins in Sambia in einer E-Mail. Hanzala leitet ein kleines Landwirtschaftsprojekt, das CECUP in Masabuka, einer 130.000 Einwohner-Stadt im Süden Sambias, seit zwei Jahren unterstützt.

Das zweite Problem neben dem Kampf um das tägliche Überleben ist oftmals der Mangel an Gesichtsmasken, Desinfektionsmittel und anderen Hygieneartikeln, um sich gegen eine Infektion zu schützen. Im ostafrikanischen Ruanda ist CECUP schon seit 2014 aktiv. Hier laufen verschiedene Selbsthilfeprojekte für alleinerziehende Mütter und deren Kinder. So auch ein Ausbildungsprogramm für Näherinnen. „Unsere Näherinnen stehen bereit, um Gesichtsmasken herzustellen, die an Bedürftige abgegeben werden könnten. Doch fehlt ihnen dafür im Moment die staatliche Genehmigung“, so ein Verantwortlicher vor Ort. In Ruanda wird die Herstellung und Abgabe der Masken vom Staat organisiert und kontrolliert, um Missbrauch und Korruption zu unterbinden. Deshalb konzentrieren sich die Aktivitäten des Vereins in Ruanda im Moment darauf, Bedürftigen Nahrungsmittel und Hygieneartikel zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt 5.000 € an kurzfristigen Sondermitteln stellt der Nürnberger Verein den Projektpartnern in Sambia und Ruanda in einem ersten Schritt zur Verfügung. Die Gelder stammen von zahlreichen Privatpersonen, aber auch das Tagungshotel des Caritas-Pirckheimer-Hauses unterstützt die Aktion mit Erlösen aus dem Verkauf des fairen Kaffees in Vor-Corona-Zeiten. „Natürlich sind diese 5.000 € nicht viel mehr als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein“, räumt CECUP-Vorstand Claudio Ettl ein. „Aber wir sind zuversichtlich, dass wir weitere Spenden sammeln können. Wir freuen uns über jede noch so kleine Unterstützung“, ergänzt Schriftführerin Hildegard Grillmeyer.

Der gemeinnützige Verein CECUP e.V. (Centre for Education and Culture of Peace – Initiative zur Förderung von Bildung und Frieden) wurde im Dezember 2013 in Nürnberg gegründet. Er fördert Projekte der Bildungs- und Friedensarbeit, vornehmlich in Afrika. Sein Ziel ist es, zu einer Friedenskultur auf der Basis von Gerechtigkeit und Menschenrechten beizutragen. Bislang wurden ca. 50.000 € für verschiedene Projekte in Ruanda, Sambia und Senegal gesammelt. Weitere Informationen unter www.cecup.de.

CECUP e.V. bittet um Spenden auf folgendes Konto (Stichwort: Coronahilfe – eine Spendenquittung wird bei Angabe der Adresse zugesandt):

Liga Bank Regensburg
IBAN: DE27 7509 0300 0005 1006 74
BIC: GENODEF1M05

 

(Bild: Näherinnen des Ausbildungsprojektes in Ruanda – Foto: CECUP/Siegfried Grillmeyer)

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