Von Schweinen und Ziegen – Start des neuen CECUP-Projektes

(cet) Wie kann alleinerziehenden Müttern eine (möglichst nachhaltige) Gelegenheit geboten werden,  ein ausreichendes Grundeinkommen zu erwirtschaften, das ihnen und ihren Kindern ein menschenwürdiges Leben  ermöglicht? Diese Frage beschäftigt CECUP seit seiner Gründung und hat zur Entwicklung der Ausbildungsprogramme und der Landwirtschaftskooperative im Kinazi Sektor in Ruanda geführt.

Schweine und Ziegen für 120 Mütter

IMG_20180309_124257[1]Vor Kurzem wurde nun ein neues Projekt gestartet. An insgesamt 120 Mütter in den im südlichen Huye-District gelegenen Sektoren Kinazi, Tumba und Mukura soll dabei kostenlos jeweils entweder ein Jungschwein oder – sofern aus religiösen Gründen, wie beispielsweise bei Adventisten, gewünscht  – eine junge Ziege verteilt werden. Voraussetzung ist, dass die Mütter für einen geeigneten Stall sorgen, diesen den Vorschriften entsprechend führen und das Tier über einen längeren Zeitraum behalten, bis es ausgewachsen ist. Erst dann soll es verkauft werden. Mit dem erzielten Erlös kann zum einen ein neues Jungtier erworben werden, das dann wieder aufgezogen wird. Zugleich bleibt Geld für Schulausrüstung, Kleidung oder anderes übrig. Eine Idee, die sich vielerorts bewährt, auch mit anderen Tieren wie z.B. Hühnern.

Im Juni 2017 hatte Obed Nyikiza, finanziert durch CECUP-Spendengelder, zunächst ein erstes Pilotprojekt initiiert. Vier Mutterschweine wurden gekauft und an Familien verteilt, mittlerweile haben sie über 20 Ferkel geworfen, die ebenfalls weitergegeben wurden. Erst am Dienstag waren 9 davon auf die Welt gekommen…

Startschuss im Kinazi-SektorIMG_20180309_115744[1]

Am vergangenen Freitag erfolgte der Startschuss für das Gesamtprojekt. In Nyanza wurden insgesamt 29 Ziegen und 31 Schweine an 60 Mütter verteilt. Das Alter der Frauen reicht dabei von IMG_20180309_124806[1]17 bis 25. In Kooperation mit den örtlichen Behörden wurde zunächst die Reihenfolge ausgelost, in der sich die Frauen jeweils ein Tier aussuchen durften. Anschließend zog man gemeinsam zu den Ställen, wo unter lautem Hallo die Verteilung erfolgte. Nach einer Stunde hatte jede Familie ihr Ferkel bzw. ihre Ziege erhalten und zog unter lautem, weithin hörbarem Gequieke und Gemeckere der Tiere nach Hause, wo Stallungen vorbereitet worden waren. In den folgenden Monaten werden Mitarbeiter der lokalen Behörden und von CECUP die Frauen besuchen, sie in Tierzucht und Hygiene anleiten, die Tiere gegebenenfalls veterinärmedizinisch betreuen und so sicherstellen, dass alles erfolgreich verläuft.

Ausweitung auf zwei weitere Sektoren

IMG_20180309_130243[1]Im kommenden Monat werden dann in den zwei  anderen Sektoren Tumba und Mukura weitere 60 Tiere an dortige Bedürftige weitergegeben, so dass dann insgesamt 120 „CECUP-Schweine und Ziegen“ im Huye-District versorgt werden und so 120 Familien davon profitieren können. Auch hier wird, wie stets in Ruanda, eng mit den örtlichen Behörden zusammengearbeitet. Von ihnen kam auch der Wunsch, nach der erfolgreichen Arbeit im Kinazi-Sektor das Engagement auf andere Sektoren auszuweiten,

Damit endet eine abwechslungsreiche und ereignisreiche Woche im Land der 1000 Hügel. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich das Projekt in den nächsten Monaten entwickeln wird!

Unterstützung durch die Jesuitenmission

IMG_20180309_130748[1]Am Ende stehen Worte des Dankes. Denn dieses neue Projekt hätte ohne die großzügige Unterstützung der Jesuitenmission in Nürnberg nicht in diesem Umfang umgesetzt werden können. Dafür ganz herzlichen Dank, ebenso wie an die weiteren Spenderinnen und Spender von CECUP. Ein weiteres Dankeschön geht schließlich an CECUP-Vorstandsmitglied Obed Nyikiza und sein Team vor Ort in Ruanda, die dieses Projekt mit viel Eigenengamenet geplant haben und es nun durchführen.

Wer die Anschaffung weitere Tiere oder die Arbeit von CECUP grundsätzlich unterstützen will, kann dies hier tun:

Liga Bank Regensburg
Stichwort „Ruanda“
IBAN: DE27 7509 0300 0005 1006 74
BIC: GENODEF1M05

Das Mitgliederformular finden Sie hier zum Download.

 

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