Bergauf, Bergab…

Eine Bergwanderung unter afrikanischer Mittagssonne kann sehr anstrengend sein. Diese Erfahrung müssen wir (Manuel und Daniel) am fünften Tag unserer Ruanda Reise machen.

Wie gestern bereits angekündigt, besichtigen wir heute das 2 Hektar große Feld, auf dem in Zukunft die drei Wasserpumpen von CECUP zum Einsatz kommen sollen. Doch der Weg bis dahin stellt sich als abenteuerlich heraus. Abseits von den befestigten Straßen geht es viele hundert Meter einen Feldweg hinunter, auf dem wir ordentlich durchgerüttelt werden. Wir haben schon beim Herunterfahren große Probleme, die riesigen Löcher und Unebenheiten zu umfahren.

Das letzte Stück bis zum Feld müssen wir zu Fuß zurücklegen, vorbei an Lehmhütten und den dort wohnenden Familien. Vor allem die Kinder sind sehr aufgeregt als sie uns sehen, einige folgen uns zu Fuß bis zum Feld. Natürlich haben wir vorgesorgt und mehrere große Packungen Gummibärchen mitgenommen, die wir unter den Kindern verteilen. Unglaublich, wie glücklich die Kinder über ein paar Gummibärchen sind.

Am Feld angekommen, führen uns 2 Vertreter der Gemeinde Kinazi ein bisschen herum und erklären, wie das landwirtschaftliche System in Ruanda funktioniert und was genau angebaut werden soll. Momentan arbeiten etwa 30 Frauen auf dem Feld, die das Angebaute nicht nur für die eigene Versorgung nutzen, sondern es auch auf dem Markt in Nyanza verkaufen.

Der Rückweg stellt sich für uns als noch schwieriger heraus als der Hinweg, denn diesmal geht es bergauf. Also entschließen wir (Daniel und Manuel) uns, den Weg zu laufen, sodass es das Auto mit möglichst wenig Gewicht nach oben schafft. Es ist mittlerweile 2 Uhr und wir laufen fast den kompletten Weg in der heißen Mittagssonne hoch. Auch dabei kommen immer wieder Menschen, vor allem Kinder, aus ihren Häusern und schauen uns mit großen Augen an. 2 Muzungus mitten auf dem Land, die sich einen Berg hoch quälen – das dürfte ein nicht allzu häufiger Anblick sein.

Nach dem anstrengenden Spaziergang essen wir wieder im „Heritage Hotel“, eines der gehobeneren Hotels in Nyanza. Das Essen besteht wie fast jeden Tag aus Pommes, Reis, Fleisch (zumeist Rind), Bohnen, Erbsen und Soße.

Danach spaltet sich die Gruppe auf. Die einen bewegen sich ein Stück weit außerhalb von Nyanza, um Frauen des Näherinnenprojekts von CECUP zu interviewen, die anderen besuchen den vorhin bereits erwähnten Markt von Nyanza, eine riesige Halle, voll mit meterhohen Regalen, zum Teil bis oben hin gefüllt.

Danach ist der Tag das erste mal ein bisschen früher beendet. Schlafen, lesen, Gitarre spielen, oder einfach ausruhen ist angesagt.

Jetzt sind wir also etwa bei der Hälfte unserer Reise angekommen. Vor uns liegt nun noch ein weiterer spannender Teil, der vor allem vom Besuch des Akagera National-Park im Osten geprägt ist. (manu/dg)

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1 Antwort

  1. 31. Oktober 2016

    […] in Kinazi im Rahmen unseres Hilfsprojektes für alleinerziehende Mütter (siehe Berichte hier und hier) und dem schockierend-bewegenden Besuch der Genozid-Gedenkstätte Murambi bleibt mir ein […]

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