Land of a Thousand Hills

Ruanda wird das Land der Tausend Hügel genannt – und auf unserer ersten Fahrt macht der kleine ostafrikanische Staat seinem Namen alle Ehre. Nach einer sehr kurzen Nacht machten wir uns auf den Weg von der Hauptstadt Kigali nach Nyanza im Süden. Hügel an Hügel zieht an unserem Autofenster vorbei, die wie lange grüne Wellenkämme bis zum Horizont schwingen.

Und auch eines der großen Probleme Ruandas wird schon sichtbar: die Überbevölkerung. Viele der Hügel sind bis zum Gipfel hinauf terrassiert, entweder, um dort Felder für die Landwirtschaft zu schaffen, oder um Häuser zu bauen. Ruanda gehört mit über 400 Einwohnern pro Quadratkilometer zu den am dichtest besiedelten Staaten der Welt.

Nach zwei Stunden kommen wir in Nyanza an, genauer in der katholischen Schule St. Peter Igihozo. Hier ist erst vor kurzem ein neuer Schlafsaal für Schüler errichtet worden. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, war das auch bitter nötig!

Natürlich musste das ganze Projekt auch irgendwie finanziert werden. Im Vorfeld stellte Herr Hans Hesselmann (der frühere Leiter des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg, siehe rechts auf dem Foto) ein Spendenprojekt auf die Beine, welches mit den über 20 000 Euro eingenommenen Spenden fast die komplette Finanzierung des Projektes ermöglichte.

Nach dem Mittagessen in einem nahe gelegenen Hotel entschließen wir uns, den King’s Palace in Nyanza zu besichtigen: Ruanda hatte bis in die 1960er-Jahre einen König, der über lange Zeit in einer großen Strohhütte lebte und regierte. Besonders beeindruckend sind die Longhorn-Rinder, die wir auch noch ansehen und kraulen können.

Daraufhin kehren wir nochmals an die Schule zurück, um Interviews mit Schulleitung, Lehrern und Schülern zu führen. Danach ist Basketballspielen angesagt. Allerdings haben überraschenderweise nur wenige der Schüler den Mut, mit den „Muzungus“ („Weißen“) zu spielen. Trotzdem sorgt das Spiel für große Aufregung und gute Stimmung unter den Zuschauern. Am Abend übergeben wir noch einige Geschenke, die wir aus Nürnberg mitgebracht haben. Daraufhin fahren wir zu unserer momentanen Übernachtungsstätte, das Kloster Gihindamuyaga, nicht weit von Butare. Hier gibt es zwar eine zuverlässige Internetverbindung, dafür allerdings bis jetzt kein fließendes Wasser. Freundlich erklärt man uns, es wird an dem Problem gearbeitet. Ersatzweise gibt es randvolle Wasserkanister. (dg/manu/jel)

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